Notfallsanitäterin auf dem Weg zur Notärztin für den Landkreis Verden

9. November 2020

Notfallsanitäterin auf dem Weg zur Notärztin für den Landkreis Verden

DRK Kreisverband Verden verabschiedet Kristin Schneider mit Rückschein

„Es macht uns als DRK Kreisverband sehr stolz, dass eine so bodenständige Persönlichkeit, wie Kristin Schneider es ist, ihre aktuelle und zukünftige berufliche Perspektive in unserem Rettungsdienst gefunden hat. Das spricht zum einen ein Stück weit für unsere familiäre Betriebsatmosphäre als auch für die Qualität unserer Ausbildung, denn Kristin Schneider hat ihre Ausbildung zur Notfallsanitäterin als Jahrgangsbeste mit der Note 1 bestanden. Doch nicht allein das ist es, was uns alle im DRK Kreisverband stolz macht. Kristin Schneider blüht in der Notfallmedizin derartig auf, dass sie den Medizinertest mit der Note 1,3 bestanden hat und dadurch bereits am 01.11.2020 ihr Medizinstudium aufnehmen darf. Der bevorstehende Abschied ist temporär sicherlich ein wenig schmerzhaft für uns, aber für Kristin Schneider steht bereits heute fest, dass sie nach ihrem Studium als Ärztin in den Landkreis Verden zurückkehren wird und auch als Notärztin in unserem Rettungsdienst tätig werden möchte. Damit hätte sich dann ein sehr positiver Kreis für unseren DRK Kreisverband geschlossen.“, so Dirk Westermann, Geschäftsführer DRK Kreisverband Verden.

Kristin Schneider wurde 1997 in Achim geboren und ist der Stadt bis heute treu geblieben. Sie hat dort ihre gesamte Kindheit und Jugend verbracht sowie 2015 ihr Abitur gemacht. Für den Rettungsdienst hatte Kristin Schneider schon immer ein Faible. Von daher stand für sie fest, dass sie nach dem Abitur eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin macht. Das setzte sie dann auch prompt um. Zudem begann sie im Herbst 2015 mit der Flüchtlingsarbeit im DRK Kreisverband Verden. Sie arbeitete in den Flüchtlingsheimen in Sagehorn und in Morsum. Nebenbei fuhr sie als Rettungssanitäterin im Rettungsdienst beim DRK Kreisverband Verden auf der Rettungswache in Achim.“Ich habe es vorher gespürt und dann auch sehr schnell bestätigt bekommen, dass Rettungsdienst meine Berufung ist. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, die Ausbildung zur Notfallsanitäterin zu machen. Es ist für mich ein unwahrscheinlich hoher Reiz, Menschen in medizinischen Notfallsituationen professionell helfen zu können. Genau das kann ich mit den Kompetenzen der Notfallsanitäterin in vollem Umfang.“, resümiert Kristin Schneider. Kristin Schneider begann ihre Ausbildung im Juli 2016 und bestand ihre Prüfung zur Notfallsanitäterin am 05.07.2019 – mit der Note 1. Seit dem 06.07.2019 ist Kristin Schneider hauptamtlich im Rettungsdienst des DRK Kreisverbandes Verden beschäftigt.

„Mit den Kompetenzen einer Notfallsanitäterin kam mit jedem Einsatz mehr der Wunsch, für eine Vollversorgung von Notfallpatienten legitimiert zu sein. Somit war mein Ziel definiert, generell Ärztin, aber vor allem auch Notärztin zu werden. Allein mein Abitur mit der Note 2,6 stand mir im Weg. Von daher hatte ich Glück, dass in diesem Jahr das Vergabeverfahren mit dem Test für medizinische Studiengänge geändert wurde. Den Test habe ich dann entsprechend ordentlich bestanden, sodass ich zum 01.11.2020 in Berlin mit dem Studium beginnen darf. Ich freue mich allerdings nicht nur auf die Studienzeit Berlin, sondern auch auf die vielen Phasen, in denen ich in den Landkreis Verden zurückkehren darf. Neben der Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden, freue ich mich natürlich auch auf meine Rettungsdienstfamilie, der ich als Studentin für Aushilfstätigkeiten erhalten bleibe.“, gibt Kristin Schneider Auskunft.

Gleiche Freude gilt für den DRK Kreisverband. „Wir drücken Kristin Schneider zunächst die Daumen, dass sie ihr Studium erfolgreich absolviert. Wir freuen uns aber ebenso über jede Rückkehr, in der sie für unseren Rettungsdienst vorerst als Notfallsanitäterin weiterhin tätig ist. Von daher ist es insgesamt ein Abschied mit Rückschein.“, so Dirk Westermann.